Sehr professionelle Bewerbung: Direkt auf Seite 1 erfahren wir, dass du täglich „5 Stunden minnimum“ wach bist. Hoffentlich schläfst du während der restlichen Leaderschaft nicht ein.
Du beschreibst dich als strukturiert, diszipliniert und professionell, aber deine CTF soll laut Konzept „Verbrechen und Ordnung“ bekämpfen. Endlich räumt jemand nicht nur mit Kriminalität, sondern vorsichtshalber auch mit der öffentlichen Ordnung auf.
Die TOW ist ebenfalls revolutionär: Sie schützt die Straßen vor Falschparkern und „blitzt die Bürger“. Aus dem Abschleppdienst wurde offenbar nebenbei eine mobile Radarfalle.
Auf zwölf Seiten besteht die große Vision ansonsten hauptsächlich daraus, dass HR für Personal, IAD für interne Ermittlungen und PR für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Das ist ungefähr so innovativ wie: „Die Polizei ist für Polizeiarbeit zuständig.“
Das Rangsystem auf Seite 10 ist auch interessant: Rang 21 heißt „Personal Manager“, Rang 17 plötzlich „County Patrol Sheriff“. Man wird also bereits auf Rang 17 Sheriff, muss sich danach aber noch 13-mal befördern lassen, um wirklich Sheriff zu werden.
Mein Highlight ist allerdings der Abschluss: Erst wird erklärt, dass ein Sheriff durch Kompetenz überzeugen soll, und zwei Seiten später heißt es sinngemäß: „Das SAHP ist ein Teil meines Herzens und ich möchte echt gerne es auch mal versuchen.“ Das klingt weniger nach einer entschlossenen Leaderschaft und mehr danach, als würde man sich spontan für die Theater-AG anmelden.
Optisch zwölf Seiten Sheriff-Kino, inhaltlich überwiegend Abteilungsbeschreibungen, allgemeine Floskeln und KI-Bilder. Wenigstens weiß jetzt wirklich jeder, dass die Personalabteilung für Personal zuständig ist.
LG
peter